Italientour 2018 – Cellina

[29. & 30.04. / Claut  bis 1. Brücke SR 251 / Pegel unbekannt, aber sehr viel Wasser]

Die Cellina ist nomalerweise nur bei viel (Schmelz-)Wasser befahrbar und präsentiert sich dann als ein Bacherl àla Soca (tief türkis) im Bereich bis WW III oder knapp darüber. Allerdings kann es bei leichtem Hochwasser auch in Richtung IVer gehen – so ist’s uns passiert.

Am ersten Tag starteten wir knapp unterhalb  Claut bei der Mündung der Settimana und fanden ein richtig spassiges abwechslungsreiches Bacherl vor.

Bereits nach wenigen Metern kam die erste knackige Stelle, wo man richtig durchfädeln musste.

Gleich danach veränderte sich der Flusscharakter komplett und der Bach ging auf rd. drei Meter Breite zusammen und war mit Stauden übersät, durch welche man einen Weg suchen musste.

Dann kam wiederum ein „nomaler“ Abschnitt, wie man ihn auch auf der Isar findet usw.

Kurz vor dem Ausstieg schlug dann auch noch der“ Fluch der plötzlich auftauchenden Steine“ zu und warf mich ab. Dabei (und unterstützt von der Wasserwucht und der Geschwindigkeit der Cellina) verabschiedete sich mein Boot und verschwand mir nichts, dir nichts hinter der nächsten Kurve und es dauerte fast drei Stunden, bis wir es wieder hatten (nochmals vielen Dank an die Kajaker von 1860 München, die mir das Boot abgeschleppt haben).

Am nächsten Tag trafen wir uns dann noch mit unseren italienischen Kollegen Cristian und Francesco und befuhren den unteren Teil der Cellina von der Mündung der Cimoliana abwärts. Der Wasserstand hatte über Nacht nochmals etwas zugelegt und so fanden wir Verhältnisse vor, die sogar Cristian so noch nicht erlebt hatte (und er befährt diese Strecke seit 1996).

Die Wasserwucht war bereits auf den ersten Metern spürbar und die Geschwindigkeit der Cellina verlangte uns alles ab. Gottseidank haben wir uns entschlossen, die IVer-Stelle vorher abzuschauen. Da war dann doch rd. 1 Meter mehr Wasser, als normal, und eine Befahrung wäre so nur mit entsprechend hohem Risiko möglich gewesen (Syphon bei Felsen in der Mitte der Strömung).

Wir beschlossen daher zu umtragen und nur noch die letzten zwanzig, dreißig Meter durch die schwierige Stelle zu paddeln.

Wie sich zeigte war auch das nicht ganz unproglematisch und so wurde Francesco mit seinem Kajak umgeworfen und musste schwimmen. Cristian (der dankenswerterweise sicherte) war auch sofort mit dem Wurfsack zur Stelle und konnte Francesco schnell aus dem Wasser helfen.

Allerdings ging das Kajak ebenfalls auf Reise, und aufgrund der fehlenden Kehrwässer war es uns auch bis kurz vor dem Ausstieg nicht möglich, dieses einzufangen. Zumal nach einem weiteren Schwimmer nur noch Roli beim herrenlos treibenden Kajak war und dieses dann sogar über längere Zeit festhalten konnte. Aber letztendlich unterlag er doch gegen die Stömung und den Wind. Ein paar Kilometer weiter flussabwärts fanden wir das Boot dann ungestresst, gemütlich in einem Kehrwasser treibend wieder.

Doch etwas müde und geschlaucht fuhren wir am selben Abend weiter nach Valstagna, wo wir bei gutem italienischen Essen und Wein den Abend ausklingen ließen.

 

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